Ist das fair?

Beide waren die Schnellsten über 101,6km, beide haben gewonnen. Doch ER kann sich über 800 Euro auf dem Siegerscheck freuen, für SIE müssen 400 Euro reichen. Am Beispiel des Zugspitz Ultratrail sieht man, dass die Gleichstellung im Sport noch nicht angekommen ist. Sowohl Thomas Farbmacher als auch Kristin Berglund haben ihr Bestes geben, dennoch wird ihre Leistung nicht gleich honoriert.

Die Zeiten, in denen es reichte als Frau am Start zu stehen um zu gewinnen sind längst vorbei. Die Leistungen sind auf höchstem Niveau, die Dichte ist enorm und die Strecken ist für Frauen gleich schwierig wie für Männer. Es wird Zeit, dass auch hier die Leistung gleich Honoriert wird, das ist zumindest meine Meinung.

Wie seht ihr das? Ich würde mich über eine Rege Diskussion darüber freuen und hab dazu auch eine Umfrage erstellt.

14 Gedanken zu “Ist das fair?

  1. Pingback: Gleiches Rennen, gleiche Leistung, aber gleiche Sieger? - WUSA ON THE MOUNTAIN

  2. Spannendes Thema!

    Frauen haben generell von Männern unterschiedliche körperliche Voraussetzungen. Eine Trennung in M und W-Wertung daher berechtigt bzw. sinnvoll.

    Gründe für ein Angleichen der Preisgelder:
    Innerhalb ihrer Gruppe setzen sich die Sieger gegen andere Teilnehmer durch, die laut Definition die selben (körperlichen) Voraussetzungen haben. Daher ist die jeweilige Leistung (Sieg über den Rest der M bzw. W bzw. erfolgreiche Bewältigung der selben Strecke) auch grundsätzlich gleich zu honorieren.
    Öfters laufen Frauen nur wenig langsamer als die ersten Männer; vor allem bei Ultradistanzen.

    Gründe für eine Beibehaltung der unterschiedlichen Preisgelder:
    Die Leistungsdichte und die Zahl der Teilnehmer ist in der Gruppe der männlichen Teilnehmer (immer noch und wohl auch zukünftig mehr oder weniger unverändert) höher. Teils kann kaum das Podium der Altersklassen bei den weiblichen Teilnehmerinnen gefüllt werden.
    Der Werbewert ist wohl bei den männlichen Top-Läufern höher. Bzw. wird dieser von der Branche höher eingeschätzt. Bin mir jedoch unsicher ob dies auch tatsächlich so ist und ob dies als Argument überhaupt herangezogen werden kann…

    Neben der Preisgelddiskussion stelle ich jedoch auch massiv infrage, ob es angebracht ist weiterhin die Schieflage der in der Presse berichteten Erfolge von Männern und Frauen beizubehalten. Es „kostet“ Nichts, hier ausgewogenere Berichte in Tageszeitungen und vor allem trail-spezifischen Zeitschriften zu erstellen. Aber wenn es sogar die Veranstalter nicht schaffen in ihren Pressetexten ausgewogene Berichte zu liefern…

  3. Spannendes Thema!

    Frauen haben generell von Männern unterschiedliche körperliche Voraussetzungen. Eine Trennung in M und W-Wertung daher berechtigt bzw. sinnvoll.

    Gründe für ein Angleichen der Preisgelder:
    Innerhalb ihrer Gruppe setzen sich die Sieger gegen andere Teilnehmer durch, die laut Definition die selben (körperlichen) Voraussetzungen haben. Daher ist die jeweilige Leistung (Sieg über den Rest der M bzw. W bzw. erfolgreiche Bewältigung der selben Strecke) auch grundsätzlich gleich zu honorieren.
    Öfters laufen Frauen nur wenig langsamer als die ersten Männer; vor allem bei Ultradistanzen.

    Gründe für eine Beibehaltung der unterschiedlichen Preisgelder:
    Die Leistungsdichte und die Zahl der Teilnehmer ist in der Gruppe der männlichen Teilnehmer (immer noch und wohl auch zukünftig mehr oder weniger unverändert) höher. Teils kann kaum das Podium der Altersklassen bei den weiblichen Teilnehmerinnen gefüllt werden.
    Der Werbewert ist wohl bei den männlichen Top-Läufern höher. Bzw. wird dieser von der Branche höher eingeschätzt. Bin mir jedoch unsicher ob dies auch tatsächlich so ist und ob dies als Argument überhaupt herangezogen werden kann…

    Neben der Preisgelddiskussion stelle ich jedoch auch massiv infrage, ob es angebracht ist weiterhin die Schieflage der in der Presse berichteten Erfolge von Männern und Frauen beizubehalten. Es „kostet“ Nichts, hier ausgewogenere Berichte in Tageszeitungen und vor allem trail-spezifischen Zeitschriften zu erstellen. Aber wenn es sogar die Veranstalter nicht schaffen in ihren Pressetexten ausgewogene Berichte zu liefern…

  4. Hi Harald,

    ich denke DU hast etwas losgetreten und schön dass wir diese Thematik auch aufgreifen konnten.

    Sehr wichtig, dass man solchen Themen angeht. Dieses Mal war es schon sehr auffällig. LG Sabrina

  5. Aus Sicht von Fairness / Geschlechtergleichstellung sollte es für gleiche Leistung auch das gleiche Geld geben – im Berufsleben sowieso, im Sport prinzipiell auch.
    ABER: wie bereits erwähnt werden bis auf seltenste Ausnahmen (Denise Zimmermann beim Irontrail 201) meist Männer die besten Zeiten laufen, Overall wird nach wie vor ein männlicher Name oben stehen. Und es trifft nicht ausschließlich die bösen Medien die Schuld, dass über weibliche Sieger weniger berichtet wird – das Publikum honoriert nun einmal die schnellste Zeit. Weil’s auch am einfachsten zu verstehen ist, dass der schnellste Mensch (!) der Sieger ist. Wäre Kristin die schnellste Zeit gelaufen, wäre Thomas nur noch nebenbei erwähnt worden. Hat sie aber nicht.
    Würde eine Frau den WR über 100m Sprint laufen, wäre medial auch mehr los. Wird aber wohl nie passieren.
    Ich verstehe den Wunsch nach Angleichung der Preisgelder m/w und würde mir das auch wünschen (außer bei Veranstaltungen, bei denen grade einmal 3 Damen starten und somit eh am Podium stehen) – am Problem, dass weibliche Leistung von den Medien nicht gewürdigt wird, sobald es auch männliche Teilnehmer gibt, wird sich aber so schnell nichts ändern. Leider.

    • Es geht mir in dem Beitrag ja auch nur um die gleiche Verteilung der Preisgelder. dass es die Frauen in den meisten Sportarten schwerer haben in den Medien präsent zu sein ist noch einmal ein ganz anderes Thema. Ob sich daran schnell was ändern lässt weiß ich nicht, aber wenn wir nicht irgendwann damit anfangen umzudenken, wird es immer so bleiben.

  6. Pingback: Trail-News 25.2016 – Trailrunning Blog

  7. Wer am schnellsten ist soll gewinnen. Und zwar einmal in jeder Katergorie! Und damit sollte es zwei Sieger geben! 2 mal das gleiche Priesgeld. 2 mal die gleiche Aufmerksamkeit!

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