Montrail Trans Alps F.K.T. Testbericht

Auf den habe ich mich schon seit letzten Sommer gefreut. Da wurde bekannt gegeben, dass Montrail nun auch nach Europa kommt. Die Amerikaner sind sowas wie die Ur-ahnen des Trailrunnings und somit war´s natürlich spannend, wie sich ihre Schuhe da über dem großen Teich weiterentwickelt haben.

Zum Testen habe ich einen Schuh, mit europäischen Wurzeln bekommen. Den Trans Alps F. K. T. (FKT steht für fastest known time, diese Bezeichnung hat sich Montrail bei Schuhen schützen lassen). Der Schuh ist ausgelegt für lange Distanzen und soll auch für schwerere Läufer geeignet sein.

Der erste Eindruck

Oh, ganz schön viel Schuh. Der Trans Alps bringt satte 362g auf die Waage. Das ist ganz schön heftig. Vor allem die Sohle wirkt sehr massiv mit der „FluidFoam“ Dämpfung und der TrailShield-Technologie. Das Obermaterial wirkt weniger massiv und ist nahtlos verarbeitet, mit eingearbeiteten Verstrebungen. Montrail setzt auf eine normale Schnürung.

Die Passform

Die Passform des Trans Alps ist sehr gut. Man fühlt sich sofort wohl in dem Schuh. Mit der Schnürung lässt sich der Fuß sehr gut fixieren und auch der Fersenhalt ist sehr gut. Das Obermaterial fühlt sich angenehm an, wirkt aber dennoch robust. Die Zunge ist angenehm weich gepolstert. Im Großen und Ganzen versprüht der Trans Alps einfach Komfort und Schutz.

Die Sohle

Die Sohle ist das Kernstück des Trans Alps. Die Standhöhe an der Ferse beträgt 18mm und der Heel-Drop 8mm. Wie schon geschrieben, wurde bei dem Schuh die „FluidFoam“ Dämpfung und die „TrailShield“-Technologie verarbeitet. Das macht den Schuh sehr gut gedämpft und auch gegen äußere Einflüsse geschützt. Die Außensohle ist ein Eigenbau, macht aber einen guten Eindruck für lange Strecken.

Auf der Strecke

Na gut, dann raus mit ihm auf den Trail. Der Trans Alps läuft sich sofort sehr angenehm, er rollt gut ab. Doch man merkt einfach sein recht großes Gewicht. Also auf Schotterpisten kann man mit dem Trans Alps sehr komfortabel dahinrollen, und das dank der guten Passform und der komfortablen Bauweise auch mehrere Stunden lang. Ab einer gewissen Distanz fällt auch das Gewicht nicht mehr so auf. Sehr überraschend ist der sehr gute Grip der Außensohle. Die packt wirklich zu, egal in welchem Gelände. Auf Schotter, im Matsch, auf nassem Gras und sogar auf Stein hält sich wirklich gut. Der Schuh vermittelt einem nicht nur dank des Grips eine große Sicherheit. Leider ist der Schuh aber so gut gedämpft und geschützt, dass das komplette Gefühl für den Untergrund verloren geht.

Fazit

Auch wenn er einen europäischen Namen hat, ist der Trans Alps ein typisch amerikanischer Trailschuh. Ich würde ihn mit einem Pick Up vergleichen. Ja, er ist geländegängig, aber halt in beschränktem Ausmaß, dafür ist er aber unglaublich komfortabel. Ich würde sagen, das F.K.T. passt nicht an den Namen des Trans Alps, denn für schnelle Läufe ist er einfach nicht gebaut. Auch nicht für winkelige, schnelle Trails oder für die schnelle Hausrunde. Der Trans Alps hat aber andere Tugenden. Er ist komfortabel und sicher und eignet sich damit hervorragend für die langen Einheiten am Wochenende, bei denen man auf Schotter auch mal Kilometer fressen will. Er bietet viel Dämpfung und Schutz, guten Grip und eine gute Passform. Wenn man ihn also richtig einsetzt, ist der Trans Alps ein guter Schuh. Mit dem Dodge Ram fährt man ja auch nicht ins schwere Gelände. Für mich ist der Montrail Trans Alps eine Empfehlung für schwerere Einsteiger, oder auch Leute die sowohl länger Strecken auf Asphalt und Schotter hinlegen. Für die winkeligen Trails gibt’s andere Modelle von Montrail.

Mehr Infos zu Montrail findet ihr hier