Altra Lone Peak 3.0 Testbericht

Immer wieder mal was Neues. Mit der Firma Altra hat sich heuer ein neuer Schuhhersteller bei mir zum Testen eingestellt. Ich kannte die Schuh zwar schon vom Hörensagen, auf der ISPO konnte ich dann mal einen in der Hand halten und nun auch laufen. Altra ist wirklich ein besonderer Schuhersteller. Zum einen setzen die Amerikaner auf ZeroDrop, also 0mm Sprengung, und zum anderen auf eine extrem breite Zehenbox.

Damit verspricht Altra viel Freiheit für die Füße und mit der 0mm Sprengung einen sicheren Auftritt. Ich war gespannt, dann 0mm bin ich noch nie gelaufen. Ich habe den Lone Peak 3.0 zum Testen bekommen. Das ist der Bestseller von Altra mit ordentlich Dämpfung.

Der erste Eindruck

Ungewöhnlich, das sind die Altra auf den ersten Blick auf jeden Fall. Zum einen haben sie für einen Minimalschuh gehalten, was sie mit 0mm Sprengung ja sind, relativ viel Sohle und zum anderen fällt sofort die enorm breite Zehenbox auf. Mit 295g würde ich ihn als Mittelgewichtler einstufen. Nicht allzu schwer, aber auch nicht leicht. Der Lone Peak ist sehr sauber verarbeitet. Auffällig ist, dass noch sehr viel mit Nähten gearbeitet wurde. State oft the Art ist derzeit wohl eher das Verkleben, da es dadurch keine Reibungsstellen gibt. Altra verwendet eine normale Schnürung. Auffällig sind auch die „Gaiter Trap“ an der Ferse und eine Metallöse an der Schnürung. Hier können Gamaschen fixiert werden.

Die Passform

Wie er aussieht passt der Lone Peak 3.0 auch. Der viele Platz im Zehenbereich ist sehr angenehm, der Schuh ist extrem bequem. Sofort fallen aber die 0mm Sprengung auf. Man hat fast das Gefühl, mit der Ferse tiefer zu stehen als mit dem Vorfuß. Dank der Schnürung lässt sich der Lone Peak 3.0 sehr gut an den Fuß anpassen. Auch wenn er zu weit wirkt, der Mittelfuß und die Ferse sitzen sehr gut. Auch das Fußbett ist klar konturiert.

Die Sohle

Altra setzt klar auf Komfort. Der Lone Peak 3.0 hat 25mm Sohle unter dem Fuß, was ihn sehr gut gedämpft macht. Zudem wurde ein „Stone Guard“ verbaut, damit die spitzen Steine nicht durchstechen. Bei der Außensohle setzt Altra beim Lone Peak 3.0 auf eine eigene Gummimischung mit einem recht witzigen Profil. Auch hier liegt man wieder in der Mitte, nicht zu grob und auch nicht zu flach.

Auf der Strecke

Nun aber zum spannenden Teil, wie läuft sich der Lone Peak 3.0 nun. Ich kann nur sagen, ich war wirklich überrascht. Der Lone Peak 3.0 legt viel Lauffreude an den Tag. Rollt schön ab, und treibt fast ein wenig voran. Dank der Dämpfung kann man ihn auch eine Weile auf Asphalt laufen. Auf dem Trail überrascht er mich dann aber vollends. Denn der Lone Peak ist zwar gut gedämpft, gibt aber gutes Feedback über den Untergrund auch steht man dank der 0mm unglaublich sicher. Umknicken scheint mit dem Altra fast unmöglich. Dank der eigenwilligen Bauweise ist der Schuh auch nach wirklich langen Läufen immer noch bequem.

Fazit

Der Lone Peak 3.0 ist ein wirklich spannender Schuh. Ich war am Anfang  sehr skeptisch, doch der Lone Peak 3.0 konnte mich wirklich überraschen. Faszinierend ist vor allem, wie angenehm sich die 0mm Sprengung anfühlen. Man fühlt sich dadurch extrem sicher auf den Trails, und der Schuh ist wirklich richtig schön lauffreudig. Der Schuh ist aber nichts für Laufanfänger oder wenig Trainierte. Die 0mm Sprengung verlangen schon eine gut trainierte Fußmuskulatur und man sollte sich auch langsam an den Schuh herantasten. Gleich 20k runterreißen ist wohl keine gute Idee. Aber nach einer kleinen Gewöhnungsphase macht der Lone Peak 3.0 richtig Spaß. Für alle, die ein wenig Abwechslung in ihre Schuhsammlung bringen wollen, ist der Altra absolut ein Kauftipp. Bei mir wird er sicher regelmäßig im Einsatz sein über den heurigen Sommer.

Mehr Infos zum Altra Lone Peak 3.0 findet ihr hier