1210 leadville – der treue begleiter

leadville 100, wohl eines der legendärsten ultra-lauf-rennen auf der welt. leadville ist auch der namenszusatz für den new balance 1210. damit zeigt new balance auch ganz klar wo die firma mit dem schuh hin will – nämlich raus in die natur und das möglichst lange. auf den ersten blick gibt sich der 1210 recht unscheinbar. doch wie so oft im leben, zählen die inneren werte, die man nicht gleich auf den ersten blick sieht. nach 5 wochen testzeit, etwa 400km und einigen tausend höhenmetern kann ich nun ein fazit ziehen.

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gleich beim ersten mal in die hand nehmen, wirkt der schuh leichter als er aussieht (272g bei größe 43). der erste eindruck beim reinschlüpfen ist sehr postiv, der schuh ist extrem bequem und man merkt schon die üppige dämpfung. die schnürung lässt sich gut dosieren und drückt nicht. hervorzuheben ist auch die eingenähte zunge, sie kann somit nicht verrutschen, ist dünn und gibt dem schuh eine noch besser passform. eine tasche für die schnürsenkel gibt es nicht, ich vermisse sie ehrlich gesagt aber auch nicht. der halt im schuh ist vor allem in der ferse gut, lediglich der vorfuß ist etwas arg breit geraten. hier hat new balance aber schon angekündigt, beim 2015er modell nachzubessern. der schuh wird schmaler.

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beim ersten lauf wird sofort klar, das hier ist kein tiefergelegter supersportler und das tut richtig gut. auch wenn der trend zu den minimalistischen schuhen geht und ich auch den salomon slab ultra 3 total gerne laufe. es ist doch gut, auch mal wieder mehr sohle unter den füssen zu haben. der schuh ist eben für ultrastrecken ausgelegt und nicht jeder hat eine so perfekt trainierte beinmuskulatur wie zum beispiel kilian jornet oder anton krupicka. meiner meinung nach, ist am markt sowohl für die minimalschuhe als auch für gedämpfte schuhe platz. vor allem bei langen strecken tut es gut, mehr dämpfung zu haben. hier baut new balance beim 1210 die bewährte n2 dämpfung in die revlite sohle ein. sie schützt den fuss auch vor spitzen steinen. den abschluss bildet unten die sohle von vibram. sie spielt vor allem im waldboden und auf nassen steinen ihre vorteile aus. lediglich auf nassen wurzeln würde ich mir mehr grip wünschen.

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auch wenn er eher gemütlich aussieht, auf dem trail ist der schuh alles andere als plump. er kann mit gutem abrollverhalten begeistern und ist deutlich dynamischer als der erste eindruck vermuten lässt. von engen trails bis zu schotterpisten macht er gute figur. dass er nicht der ideale schuh für den schnellen sprint auf der hausrunde ist, liegt aber auf der hand und ist auch nicht die absicht des 1210. störend ist nur bei nässe, dass das material sehr langsam trocknet und der schuh sehr lange nass ist.

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mein fazit: ein toller schuh für länger strecken, schwerere läufer oder einfach für alle die lust auf ein bissl extra komfort haben und trotzdem nicht auf guten grip verzichten wollen. der new balance 1210 leadville ist kein schuh für die schnelle runde, aber viel mehr ein sehr treuer begleiter auf langen läufen. wenn das 2015er modell dann auch noch schmäler wird, gibts aus meiner sicht nicht mehr viel zu kritisieren. mehr infos zum schuh gibt´s hier. dort sieht man ihn auch im deutliche cooleren grün. das grau des testschuhs ist mir ein bissl zu fad.

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