Snowline Stealth Slim Testbericht

Snowline – ist das nicht die Firma dank derer ich jedes Jahr im Februar die Streif raufkomme? Ja genau, Snowline produziert die Chainsen „Schneeketten“ für Laufschuhe. Vor kurzem bin ich aber auch über die Snowline Stöcke gestolpert. Haben spannend ausgeschaut, also musste ich sie testen.

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Snowline geht mit den Stealth wie sie ihre Stocklinie nennen mit dem Faltverschluss bekannte Wege. Wie auch Leki, Dynafit, Black Diamond, Swix usw setzen sie auf den von Lawinensonden bekannten Faltverschluss. Also 3 Teile, mit Band verbunden und zum einrasten. Doch Snowline setzt beim Stealth Slim nicht auf Carbon bei den Rohren, sondern auf Alu.

Der Stock ist sauber verarbeitet

Der Stock ist sauber verarbeitet

Die Optik

Optisch sieht der Stealth Slim wirklich gut aus in dem speziellen orange mit sehr dünnen Rohren. Dank Alu, kann der Durchmesser verringert werden um die gleich Stabilität zu bekommen. Zudem fällt sofort der Klettverschluss auf, der den Griff unterteilt. Im ausgeklappten Zustand teilt er den Griff, lässt sich aber ganz normal angreifen. Im zusammengeklappten Zustand, kann man damit die Stockteile fixieren. Auch fällt die kurze Spitze auf. Der Griff ist aus Schaumstoff, mit einem kleinen  Knauf oben.

Mit dem Klettverschluss werden die Stockteile fixiert.

Mit dem Klettverschluss werden die Stockteile fixiert.

Im Gelände

Mit seinen 340g (bei 120cm für das Paar) trägt sich der Stealth Slim super leicht. Zum weglaufen verwende ich ihn meist zusammengefaltet in der Hand, dann spare ich mir das erst auspacken beim Rucksack. Hier fällt schon gleich die praktische Idee mit dem Klettverschluss auf. Das ist wirklich ausgeklügelt und lässt die Stockteile nicht herumbaumeln wenn man mal umgreift. Der Klappmechanismus funktioniert wie bei allen Mitbewerbern sehr gut. Die Rohre sind sauber verarbeitet, damit klappern sie fast nicht (Ein minimales Spiel lässt sich nicht vermeiden). Die Kraftübertragung ist gut, auch der Klettverschluß lässt sich so gut verstauen, dass das umgreifen kein Problem ist. Der Griff wird dann sozusagen durchgängig.

Ausgeklappt verschwindet der Klettverschluss sozusagen im Griff.

Ausgeklappt verschwindet der Klettverschluss sozusagen im Griff.

Die Kraftübertragung ist sehr gut, nur die Schlaufe ist etwas arg dünn geraten. Bei längeren Bergaufpassagen spürt man die dann doch etwas. Hier hat man wohl sehr auf das Gewicht geschaut. Die kurze Spitze ist für mich besonder praktisch, man bleibt einfach deutlich weniger hängen als bei einer langen. Auch besonders aufgefallen ist mir, dass der Stock im zusammengefalteten Zustand super ausbalanciert ist. Das ist besonders dann super, wenn man ihn nicht im Rucksack verstaut sondern zum Laufen in den Händel lässt. Das lässt die Hände deutlich weniger ermüden. Ist mir erst aufgefallen, als ich das positive Beispiel von Snowline in der Hand hatte. Der Knauf am oberen Ende des Griffs ist sehr klein, aber wer gerne auch mal oben auf den Griff greift wird damit ausgreichend bedient

Dünne Schlaufe und kleiner Knauf am Griff.

Dünne Schlaufe und kleiner Knauf am Griff.

Fazit

Ein toller Stock zu einem super Preis wie ich finde. Snowline zeigt mit dem Stealth Slim, dass man auch mit Aluminium einen hochwertigen Faltstock bauen kann und das um Euro 110,- . Es gab für mich nicht viel zu bemängeln an dem Stock, lediglich die etwas dünn geratenen Griffschlaufe stört mich etwas, sonst war ich echt zufrieden. Eingeschänkt wird der Stock auch etwas von den verfügbaren Größen. Es gibt ihn nur in 115cm und 120cm. Also für Trailrunner unter 160cm Körpergröße und über 185cm  gibt es nur die Längenverstellbare Version ab 110cm, den Snowline Stealth Moving.

Sehr positiv: die kurze Spitze

Sehr positiv: die kurze Spitze

Hier geht´s noch zur Hompage des Vertriebs Koch Alpin.

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