inov-8 Race Ultra Vest 5 Testbericht

Trailrunning entwickelt sich, so auch die dazugehörigen Produkte. Ein Bereich, bei dem derzeit extrem viel entwickelt wird, ist der Laufrucksack-Sektor. Ein klarer Trend ist auch die Größe bei den Rucksäcken, die Zeit der Rucksäcke mit 10L und mehr ist vorbei. Es pendelt sich eindeutig zwischen 4 und 6 Litern ein.

Ein Vertreter dieser Sparte ist der inov-8 Race Ultra 5. Wie der Name schon verrät mit 5 Litern und vielen spannenden Details. Dank des immer leichter werdenden Materials kommt man auch mit einem 5-Liter-Rucksack durch einen Ultra. Doch auch wenn sich die Hersteller bei manchen Punkten einig sind, so unterschiedlich sind die Ansätze. Der Race Ultra 5 von inov-8 macht da keine Ausnahme.

Die Optik

Wie gewohnt von inov-8 kommt auch der Race Ultra 5 sehr dezent daher. Ganz in schwarz, lediglich mit einem großen anthrazitfarbenen Einsatz hinten mit großem inov-8 Logo. Auffällig ist vor allem der im unteren Teil sehr breite Träger. Auf den ersten Blick fallen die vielen verschiedenen Taschen auf – von klein bis groß. Auffällig ist auch, dass die Flask mit einem langen Trinkschlauch versehen sind. Das hat einen Grund, vom Race Ultra 5 sind die Flask weit unten verstaut, schon etwas seitlich. Sonst ist er mit allem ausgestattet, was man braucht: Notfallpfeife, 2 Flask à 500ml, Stockhalterung, Aufnahme für eine Trinkblase in einem abgetrennten Fach, insgesamt 9 Taschen. Es gibt den Race Ultra in zwei Größen, somit sollte es für jeden Läufer passen, auch für Frauen.

Im Gelände

Die Passform ist wirklich ausgezeichnet, wenn die Brustgurte eingestellt sind, sitzt der Race Ultra 5 sehr gut am Rücken. Auch wenn er nicht ganz vollgepackt ist. Die Brustgurte sind etwas massiv, das stört in der Funktionen nicht, aber es ginge vielleicht etwas leichter. Nicht nur der Sitz ist sehr gut, die Taschen sind alle, bis auf das große Fach am Rücken, von vorne beim Laufen erreichbar. Das mache ich sehr gerne, ich gebe den Rucksack nicht gerne runter, um etwas auspacken zu müssen. Für die Flasks gibt es zwei Fächer, wo die Flasks mittels einer Schlaufe fixiert werden. Die Schläuche lassen sich auch problemlos fixieren.

Große Seitentaschen.

Im oberen Bereich der Träger sind jeweils zwei kleine Taschen untergebracht, zum Beispiel für Gels oder den Autoschlüssel, das zweite Fach ist wirklich sehr klein. Aber alle Fächer sind so gemacht, dass nichts herausfallen kann. In den zwei großen Fächern an der Seite des Rucksack passt dann wirklich alles rein, von der Kamera bis zu den Riegeln. Diese beiden Fächer lassen sich auch zuziehen, damit auch hier nichts raus hüpft im Downhill. Das große Fach am Rücken hat eine Dreiecksform, es zieht sich am unteren Rücken etwas seitlich vor. Damit hat extrem viel Platz und das Gewicht ist optimal im unteren Bereich verteilt. Der Nachteil: etwas kleineres verliert sich da drinnen. So zum Beispiel das Handy. Es gibt leider keinen eigene, wasserfest Tasche für das Telefon oder zum Beispiel einen Funkschlüssel oder Geld. Das fehlt mir etwas.

Das sehr luftdurchlässiges Material macht den Rucksack sehr angenehm zu tragen.

Auch ist der Rucksack unglaublich atmungsaktiv gestaltet. Die Träger lassen richtig viel Luft durch, und es wird kaum heiß unter dem Rucksack. Lediglich das große Fach wurde mit einem wetterfesten Nylon-Material versehen, welches die Feuchtigkeit aufhält. Aber nicht nur von außen nach innen, sondern auch umgekehrt. Das heißt, man schwitzt sich selber das große Fach nass. Trockene Kleidung gehört also in einen zusätzlichen Sack. Mache ich bei anderen Rucksäcken auch, denn trocken ist es im Hauptfach ja nie, aber hier ist es auffällig nass.

Halterungen für Stöcke.

Fazit

Ein sehr durchdachter und wie von inov-8 gewohnt, voll auf Trailläufer zugeschnittener Rucksack. Es bleiben mit dem Race Ultra 5 kaum Wünsche offen. Ein Rucksack ist immer irgendwie Geschmackssache, weil jeder die Taschen lieber wo anders hat und auch andere Dinge mitnimmt. Aber beim Race Ultra 5 ist für mich klar, er deckt einen Großteil der Bedürfnisse und Wünsch ab. Er sitzt hervorragend, dank der Bänder beim Hauptfach lässt sich der Rucksack auch bei wenig Beladung super anpassen, so dass nix  hüpft. Einzig das fehlende Fach für das Handy würde ich als Minuspunkt anrechnen. Dass der Schweiß beim Hauptfach etwas gefangen wird ist unangenehm, schmälert aber des positive Ergebnis nicht. Ein sehr guter, durchdachter Laufrucksack, sowohl für längere Trainingsläufe wie auch für Ultras.

Im Großen Fach sammelt sich Wasser.