Garmin Fenix5x Test

Heuer hatte ich das Glück, gleich mehrere neue Garmin Uhren testen zu dürfen. Vor allem die Forerunner 935 konnte mich wirklich begeistern. Sie bietet dieselben Funktionen wie die Fenix 5, ist aber deutlich leichter und kleiner. Deshalb war ich nun auf den Test der Fenix 5x gespannt, denn sie bringt mit der Kartennavigation einen wirklich großen Unterschied zur normalen 5 auf das Handgelenk. Da ich die Fenix 5 schon im Test besprochen habe, werde ich mich also eben auf diese Navigation beschränken. Wer mehr zur Fenix 5 im Allgemeinen lesen will, hier geht’s zum Test: Fenix 5

Der erste Eindruck

Die Fenix 5x ist groß. Mit einem Gehäusedurchmesser von 51mm ist sie nochmal 4mm größer als die normale Fenix 5, dazu bringt sie 85g auf die Waage. Das Display hat 30,4 mm (1,2 Zoll) Durchmesser und eine Auflösung von 240 x 240 Pixel. Verarbeitet ist sie wie auch die normale 5 sehr sauber, die Armbänder sind noch etwas massiver.

Die Funktionen

Wie gesagt, bei der 5x interessierte mich die Kartennavigation. Kann das auf einem so kleinen Display funktionieren? Die Menüführung ist wie bei Garmin gewohnt sehr einfach und man kommt rasch ins Navigationsmenü. Wichtig ist allerdings, dass man die Uhr vorher einmal am PC anschließt und mittels Garmin Express die neusten Karten-Updates aufspielt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit der 5x zu navigieren.

Zum ersten, ganz klassisch mit einem aufgespielten GPX-Track. Den schiebt man ganz einfach vom PC auf die Uhr mittels USB Kabel. Dann kann man sich die Tour auf der Karte ansehen, das Höhenprofil und die Details anzeigen lassen. Jetzt startet man die Navigation. Es ist wirklich kinderleicht dem Track zu folgen. Ich kann auch mit einer Pfadnavigation gut umgehen, aber wenn man bei einer Abzweigung sieht, auf welchem Weg man laufen muss, ist das schon super. Dann gibt’s die Möglichkeit, sich zu Points of Interest führen zu lassen. Also zum Beispiel Orte, Hotels, Restaurants usw. Auch das funktioniert ausgezeichnet. Nach kurzer Rechenzeit wird man zur Unterkunft geführt. Zudem gibt es eine „Around Me“-Funktion. Hier wird eine Karte angezeigt, mit POIs im Umkreis zu denen man sich auch wieder navigieren lassen kann.

Natürlich gibt es die Funktion „Zurück zum Start“, dann kann man bereits gelaufene Einheiten noch mal nachlaufen, man kann auch einen Punkt anpeilen oder nach Koordinaten suchen. Besonders spannend finde ich das „Round Trip Routing“. Hier gibt man die Sportart ein, dann wie viele Kilometer man zurücklegen will, in welche Richtung es gehen soll und dann berechnet die Uhr verschiedene Rundkurse, die man nachlaufen kann. Eine echt coole Sache, wenn man sich wo nicht auskennt. Die Berechnung dauert leider etwas.

Alle anderen Funktionen sind mit der Fenix 5 identisch.

Fazit

Die Fenix 5 hat mich ja nicht zu 100% begeistern können, das kleine x im Namen macht aber einen großen Unterschied aus. Das Navigieren mit der 5x ist wirklich der Hammer. Es ist super einfach, man findet sich auch in einer wirklich völlig unbekannten Gegend zurecht und kann der Route leicht folgen. Die „Round-Trip“-Funktion ist auch witzig, leider macht sie halt keinen Unterschied ob es eine Straße oder ein Trail ist. Doch die Navigation ist wirklich super. Die 5x bringt aber auch ein paar kleine Nachteile mit. So die optische Pulsmessung am Handgelenk. Man muss die Uhr dazu etwas weiter hinter dem Handgelenk tragen und sehr eng um den Arm spannen. Das ist bei dieser großen Uhr etwas unangenehm. Auch reagiert die Pulsmessung recht langsam. Wer grob einen Überblick haben will, für den reicht es. Wer gezielt trainieren will, den ist das zu ungenau. Wie schon bei der 5 empfehle ich auch bei der 5x einen Pulsgurt dazu zu kaufen. Dazu ist die Uhr noch recht schwer und klobig. Das ist halt dem großen Akku und dem großen Display geschuldet, und wer navigieren will, der nimmt diesen Nachteil gerne in Kauf. Also wer viel auf neuen Routen unterwegs ist, und sich gerne navigieren lässt findet mit der Fenix 5x eine super Uhr, die wirklich mehr kann als alle Mitbewerber am Markt. Zum ganz normalen Training ist sie zu schwer und zu groß, da reicht auch die Forerunner 935.

Mehr Infos zur Garmin Fenix 5x findet ihr hier