Dynafit Vertical Pro Pole Test

Mit oder ohne – eine Frage die viele beschäftigt. Für mich ist die Entscheidung klar. Ich laufe gerne mit Stöcken, vor allem wenn ich länger unterwegs bin und viele Höhenmeter anstehen. Viele Läufer kommen hier auf den Geschmack. Das merkt man auch am Angebot, immer mehr Stöcke für Trailrunner kommen auf den Markt. Dynafit bringt nach dem X3 und dem X7 nun mit dem Vertical Pro Pole einen völlig neuen Stock auf den Markt und ich durfte ihn schon testen.

Die Frage ob fix, faltbar oder verstellbar ist aus meiner Sicht Geschmackssache. Daher werde ich auch keine Vergleiche ziehen, sondern mich auf den Vertical Pro Pole als solches konzentrieren.

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Der erste Eindruck:

Der Vertical Pro Pole ist sehr leicht und sieht  wertig aus. Eines sollte man aber gleich vorwegschicken, denn das ist auf den ersten Blick erkennbar. Der Dynafit Vertical Pro Pole ist der „Bruder“ des Leki Micro Trail Pro und des Black Diamond Distance Carbon Z. Der größte Unterschied zum Leki ist die Schlaufe und der Griff. Dynafit setzt, wie Black Diamond,  auf einen etwas längeren Griff mit verschiedenen Griffmöglichkeiten. Der Leki verwendet den schmalen Trigger-Griff mit der fixen Handschlaufe zum abklicken. 

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Den Dynafit unterscheidet zudem die Schlaufe vom Black Diamond, hier ist jene von Dynafit deutlich dünner und dank eines Netzmaterials luftdurchlässiger. Verstellbar ist sie mittels Klettverschluss. Zudem ist der Dynafit sehr leicht, die Südtiroler verzichten auf einen Überzug bei den Zugschnüren, das spart Gewicht. Der Vertical Pro Pole wiegt mit der Länge von 125cm leichte 304g.

Im Einsatz:

Der Verschlussmechanismus ist denkbar einfach. Die drei Carbon-Rohre sind mit einer Schnur verbunden und können somit nicht auseinander fallen. Diese Schnüre sind bei Dynafit nicht mit Gummi geschützt, dank eine Konus lassen sich die Teile aber auch im Laufen super einfach zusammenstecken. Ob dieser fehlende Schutz sich auf die Haltbarkeit auswirkt kann ich noch nicht sagen, aber die Ecken des Stocks sind sauber gearbeitet und es wirkt nicht so, als würde die Schnur scheuern.

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Fixiert wird der Stock mit einem Schnappverschluss direkt unter dem Griff. Genau mit diesem Knopf lässt er sich auch wieder zusammenfalten. Das geht super schnell und intuitiv auch ohne hinschauen oder dabei langsamer werden zu müssen. Die drei Teile sind im fixierten Zustand sehr gut miteinander verbunden, beim Stockeinsatz klappern sie nicht. Man hat nie das Gefühl, dass der Vertical Pro Pole zusammenrutschen könnte. Der Stock ist mit einem sehr kleinen Teller versehen. Aus meiner Sicht reicht das, es braucht auch nicht kleiner zu sein.

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Das Fazit:

Mit dem Vertical Pro Pole setzt Dynafit auf bewährte Technik mit guter Qualität. Das Gewicht ist leicht, der Griff liegt angenehm in der Hand und dank der Griffverlängerung kann man auch umgreifen. Das bringt mehr Griffmöglichkeiten und ermüdet somit weniger. Das Material der Schlaufe ist zu Beginn etwas steif, es ist zwar super luftdurchlässig, scheuert aber etwas. Das musste ich beim Karwendelmarsch spüren. Es waren danach zwei rote Stellen an der Hand zu sehen, jedoch keine Blase. Nach mehreren Einsätzen ist das Material aber etwas weicher geworden und die Scheuerstellen verschwinden.

Von der Funktion her ist der Dynafit, wie der Leki und der Black Diamond, top. Der Dynafit ist aber von den drei Geschwistern der stylischste in Carbon-Schwarz mit oranger Aufschrift. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Es gibt von Dynafit auch noch eine Version die in der Länge verstellbar ist und den Namen Ultra Pro Pole trägt. Den Vertical Pro Pole gibt es bereits jetzt in limitierter Auflage bei ausgewählten Dynafit-Händlern, ab Frühjahr ist er dann normal erhältlich. Preislich liegt der Vertical Pro bei 140,- Euro und ist in den Längen von 115 – 135cm  in 5cm-Schritten erhältlich.

Im zusammengeklapten Zustand lässt er sich locker in der Hand mitnehmen.

Im zusammengeklapten Zustand lässt er sich locker in der Hand mitnehmen.