Garmin Fenix5 Produktvorstellung

Auf der CES wurden sie schon präsentiert, auch auf der ISPO waren sie gefragt und nun habe ich endlich mal in Ruhe die Finger an sie bekommen: die neuen Fenix5 von Garmin. Bei einer Präsentation am Sitz von Garmin in Garching bei München konnte ich mich mit ein paar anderen Blogger-Kollegen und Journalisten auf die neuen Modelle stürzen und mir ein erstes Bild von ihnen machen.

Fenix5s, Fenix5 und Fenix5x (v.l.)

Wie schon berichtet, kommt der Nachfolger der Fenix3 in drei verschiedenen Varianten. Es wird die neue Uhr als Fenix5s, als Fenix5 und als Fenix5x geben. Dabei kann man die normale Fenix5 wohl als den eigentlichen Nachfolger der Fenix3 HR bezeichnen. Die Fenix5s ist speziell für Frauenhände gedacht und hat ein größeres Display, erstmals mit einer Kartendarstellung.

Was ist neu?

Ich habe die Neuheiten etwas zusammengefasst. Neu sind eben die drei Größen, und dass alle drei mit einem optischen Herzfrequenzmesser ausgestattet sind. Wobei es aber von der normalen Fenix5 ein „Performer Bundle“ geben wird mit einem Brustgurt. Dieser bietet zusätzliche Lauftelemetrie-Daten und ist für sportliche Läufer generell zu empfehlen, weil der Brustgurt einfach schneller reagiert als der optische HF, zum Beispiel bei einem Intervalltraining. Das wird auch von Garmin selbst so eingeräumt. Dazu kommt ein neues Display mit höherer Auflösung (Fenix5s: 1.1“ und 218×218 Auflösung, Fenix5 und Fenix5x 1.2“ und 240×240). Die Fenix5 ist also vom Gehäuse her kleiner als die Fenix3, hat aber das gleichgroße Display, aber mit höherer Auflösung. Die Fenix5x hat die selbe Größe wie die Fenix3.

Alt vs Neu: Die Fenix5 neben der Fenix3 (l.)

Besonders spannend finde ich die neuen Quickfit-Armbänder, die bei jeder Fenix5 ausgetauscht werden kann, ohne Werkzeug. Dazu kommt noch eine leichtere Bedienung, die „Strava Integration“ mit den „Live-Segmenten“, eine neue Trainingsanalyse, die „Grouptrac“ Funktion (in der Gruppe können andere Fenix5 angezeigt werden wo sie sind). Mit dem neuen „Ultrac 2.0“ Modus soll eine genauere GPS-Aufzeichnung bei längerer Akkulaufzeit möglich sein. Also bis zu 100 Stunden bei der Fenix5 und der Fenix5x. Die normale Laufzeit wird bei der Fenix5s mit 14 Stunden, Fenix5 24 Stunden und Fenix5x 20 Stunden bei genauester Aufzeichnung angegeben.

Die Quickfit Armbänder lassen sich super leicht und ohne Werkzeug wechseln.

Es gibt bei jedem Model eine Version mit Saphirglas, bei der Fenix5s und der Fenix5 gibt es auch das Mineralglas zur Auswahl. Alle Saphirglas-Varianten sind mit WLAN ausgerüstet, kommen mit einem zweiten Armband und auch Bluetooth kommt nun zum Einsatz. Bei der Fenix5x gibt es zusätzlich noch vorinstallierte Karten zur Navigation. Dadurch ergeben sich ein paar nette Gimicks, wie zum Beispiel das „Roundtrip Routing“. Hier kann man sich von der Uhr drei Rundkurse vom aktuellen Standpunkt aus berechnen und vorschlagen lassen um diese dann nachlaufen zu können oder das „Wearable Mapping“. Mit dieser „Around Me“ Funktion kann man POI´s suchen und ansteuern. Zudem bietet die Fenix5x auch Navigationshinweise.

Mit der „Around Me“ Funktion kann man POI´s in der Nähe suchen.

Hands on

Ich habe mich vor allem mit der normalen Fenix5 beschäftigt, weil ich sie als die „sportlichste“ der drei Versionen sehe. Zum einen, weil es sie mit dem Brustgurt-Bundle gibt und zum anderen, weil ich das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung finde. Sie beginnt preislich bei € 599,99 und endet beim „Performer Bundle“ und mit Saphirglas bei € 769,99. Wer lieber Karte statt Brustgurt hat, muss für die Fenix5x € 749,99 hinlegen. Der Brustgurt zur Fenix5x würde nochmal mit € 99,99 zu Buche schlagen. Die Fenix5s beginnt ebenfalls bei € 599,99 Euro.

Hier sieht man schön den Größenunterschied zwischen der Fenix5 und der Fenix5x (r.)

Also die normale Fenix5 ist wirklich realtiv „klein“. Sie ist im Vergleich zur Fenix3 von einer Breite von 51mm auf 46mm geschrumpft, wie gesagt bei gleichgroßem Display. Auch ist sie um 3mm flacher. Dazu wurde der optische HR Sensor etwas besser ins Gehäuse integriert. Er ist deshalb auch nicht mehr ganz so störend, wenn man die Uhr trägt. Die kleiner Größe macht die Fenix5 recht angenehm, und mit den austauschbaren Armbändern ist sie auch sehr alltagstauglich. Positiv aufgefallen ist mir auch das neue „Performance Widget“ mit dem man z. B. einen schnellen Einblick über den Trainingszustand bekommt. Cool finde dich auch die „Strava-Live-Segmente“. Generell lässt sich die Fenix5 sehr einfach bedienen, sie wirkt sehr wertig.

Das neue Qick Menü.

Mit dem Brustgurt-Bundle bekommt man nicht nur die Trainingsbelastung angezeigt und Informationen über den Leistungszustand, es gibt auch einen Belastungswert und man bekommt die Lactatschwelle bzw. die Belastungsschwelle angezeigt. Auch der VO2 Max wird über den Pulsgurt errechnet. Natürlich gibt es auch weiterhin die verschiedensten Apps zum Download.

Der Optische HF wurde mehr in das Gehäuse integriert. Vorne die Fenix5, hinten die Fenix3 HF.

Die Fenix5s hat die selben Merkmale, ist aber wirklich „winzig“ und ideal für Frauenarme. Sie ist somit wohl die erste wirkliche Multi-Sport-Uhr dieser Art, die auch wirklich zu Frauenhänden passt. Die Fenix5x ist hingegen ein ordentliches Gerät. Sie bietet dafür aber auch die Kartennavigation. Es sind zwei Karten vorinstalliert, es können sogar weitere drauf geladen werden. Die Kartennavigation ist recht flott und überraschend übersichtlich. Man sollte sich aber auch nicht all zu viel erwarten. Aber man sieht wo man ist und wo man hinläuft. Navigieren geht schon auch, aber dazu wird man genauer schauen müssen. Beim Laufen stelle ich mir das etwas schwierig vor. Sehr lustig ist dieses „Roundtrip-Routing“. Hier schlägt einem die Uhr drei Runden vor, die man nachlaufen kann. Die Berechnung dauert hier aber leider relativ lange. Vielleicht wird das ganze auch noch schneller, denn es waren alles Prototypen, die wir in die Hand bekommen haben. Trotzdem wirkte die Firmware sehr ausgereift und fertig.

Das Roundtrip-Routing sucht Strecken in der Umgebung.

Der offizielle Auslieferungstermin ist Ende März, Anfang April geplant. Dann bekomme ich auch eine Testuhr und ich kann euch sagen, wie sich die Fenix5 dann wirklich auf den Trails macht.

Mehr Infos zu den neuen Garmin Fenix 5 findet ihr hier

Es gibt für jedes Modell unterschiedliche Bänder.

Neuer optischer HF und auch ein neuer Anschluss für das USB Kabel.