ISPO 2017 Nachbericht Teil 3

Ich habe euch schon einige Neuheiten im Teil 1 und 2 präsentiert, nun folgt der Teil 3. Trotz der vielen Vorstellungen war es mir aber unmöglich, alle Neuheiten der ISPO die für Trailrunner oder Skibergsteiger interessant sind vorzustellen. Aber ich habe versucht, die für mich spannendsten herauszufinden und sie euch etwas näher zu bringen. Vieles davon wird wohl auch noch als Test über das Jahr bei mir vorgestellt.

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Salewa

Bereits im Vorjahr hat Salewa eine interessante Kollektion vorgestellt, die zwar ausdrücklich nicht als Trailrunning-Kollektion verstanden werden soll, sich aber dafür sehr wohl eignet. Bei Salewa heißt das ganze Mountain Training und umfasst alle sportlich-schnellen Aktivitäten in den Bergen. Also mit Schwerpunkt Speedhiking. Für Einsteiger oder solche, die mehr gehen, aber auch mal ein paar Kilometer dazwischen laufen wollen, eignen sich die Produkte der Südtiroler hervorragend. Eine Neuheit ist der Ultra Train 18 Rucksack. Besonders auffällig an dem Rucksack sind die geteilten Träger, die in Zusammenarbeit mit Ortolite entwickelt wurden. Sie versprechen mehr Belüftung und Tragekomfort. Zudem kann man den Rucksack komprimieren, damit nichts im Rucksack umherhüpft, wenn er nicht ganz voll ist.

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Auf dem Schuhsektor präsentierten die Südtiroler den Ultra Flex Mid GTX. Der Mid-Cut Hybridschuh vereintden Köchelhalt und die Wasserdichtheit eines Bergschuhs mit derLeichtigkeit, Beweglichkeit und Bodenhaftung eines Sportschuhs. Bei der Sohle kommt bewährter Weise wieder eine Gummimischung von Michelin zum Einsatz. Der Ultra Flex Mid GTX ist ab Juli 2017 in zwei Farbvarianten im Handelerhältlich und wiegt 365 Gramm.

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Für Skibergsteiger und Trailrunner zugleich interessant ist die neue Puez Half Zip Jacket mit der neuen TirolWool CelliantTechnologie. TirolWool Celliant ist besonders nachhaltig. Die neue reflektierende Hybrid-Isolation besteht zu 40%aus natürlicher TirolWool und zu 60% aus Celliant – ein Polyester,erweitert um thermoreaktive Mineralien, das Strahlungswärmereflektiert. Als solches übertrifft das Material konventionelle Woll- undSynthetik-Isolationsmaterialen und hält den Träger länger warm.

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Garmin

Schon vor einigen Wochen hat Garmin angekündigt, die Fenix 3 durch die Fenix 5 zu ersetzen. Auf der ISPO wurde sie nun erstmals im deutschsprachigen Raum gezeigt. Mit vielen neuen Funktionen und in drei unterschiedlichen Varianten wird sie wohl bei Trailrunnern wieder sehr beliebt sein. Die Fenix 5 und die Fenix 5S punkten neben verschiedenen Sportprofilen fürs Laufen, Radfahren, Bergsteigen, Skifahren und mehr mit angenehmem Tragekomfort im schlanken Design. Die robuste Fenix 5X dient dank Kartendarstellung auch in schwierigem Gelände als zuverlässiger Navigator. Dabei ist die Fenix 5S die kleinste und ist vor allem für Frauen interessant.

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Spannend finde ich die X-Versionen mit der Kartendarstellung. Eine tolle Idee ist auch der Schnellverschluss bei den Armbändern, diese können schnell und ohne Werkzeug getauscht werden. Alle drei Varianten sind mit einem optischen HR am Handgelenk, der nun nicht mehr aus dem Gehäuse herausragt, ausgestattet, können aber auch mit einem Brustgurt verwendet werden. Die Akkulaufzeit wird bei der normalen Fenix 5 mit 24 Stunden angegeben, bei der X mit 20 und bei der S mit 14. Auf den Markt kommen sollen die Modelle Ende März, Anfang April.

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InStinct

Schon seit dem vergangenen Sommer gibt es von dem kleinen französischen Hersteller InStinct einen sehr spannenden Rucksack, den Evolution. Auf der ISPO wurde ein Update davon präsentiert, mit verbessertem Material, breiterem Halsausschnitt und 3 verschiedenen Möglichkeiten den Stock zu fixieren, neu auch an der Front. Der Evolution punktet mit sehr durchdachten Lösungen. So ist wirklich nahezu alles erreichbar, ohne den Rucksack abnehmen zu müssen. Platz bietet er von einem bis zu sieben Litern. Extrem viele Taschen und geringes Gewicht versprechen ein gutes Produkt.

Sean van Court mit dem Evolution

Sean van Court mit dem Evolution

Neu aus dem Hause InStinct ist nun auch eine 12 Liter Ultra-Vest mit dem Namen Eklipse. Auch hier steckt wieder extrem viel Knowhow von Eigentümer Sean Van Court drinnen, der selbst Ultras läuft. Er weist dieselben Vorteile auf wie der Evolution, nur hat dieserein größeres Packvolumen,wobei das Staufach am Rücken komplett aufgeklappt werden kann. Man muss also nicht mehr im Rucksack „wühlen“ um etwas zu finden. Beide Rücksäcke zeichnet aus, dass sie so wenig wie möglich am Körper aufliegen. Dazu gibt es noch eine sehr spannende Bekleidungslinie, ebenfalls mit einigen extrem durchdachten Lösungen.

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Masters

Ihr kennt Masters nicht? Ok, ich bis zur ISPO auch nicht. Aber der italienische Stockhersteller hat drei wirklich spannende Trail Stöcke im Programm und niemand geringerer als Sebastian Camus ist mit den Stöcken unterwegs. Am auffälligsten ist sicher der Fixstock Sassolungo. Den Carbon Stock gibt es von 105 bis 135cm und er wiegt sensationelle 87 Gramm. Zudem gibt es noch den Faltstock Trecime Fix und Carbon. Der Fix ist eine Faltbarer Stock in Fixlänge, von 110 bis 130cm, und 174 Gramm, der Carbon ist in der Länge verstellbar.

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Altra

Endlich einen deutschen Vertrieb haben nun auch Altra. Die Schuhe heben sich mit dem ZeroDrop, also 0mm Sprengung und einer extrem breiten Zehnenbox von den anderen Schuhen ab. Neu ist im kommenden Herbst der Lone Peak 3.5 für die Mittelstrecke, der Olympus 2.5 bleibt gleich und besonders spannend ist Timp IQ. Wie schon das IQ vermuten lässt, ist bei dem Timp Technik mit im Spiel. Er hat eine komplette Laufanalyse eingebaut. Die Sohle misst den Aufprall, wo der Fuß aufgesetzt wird usw. Die Laufdaten werden dann an eine App übermittelt.

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Nathan

Ganz neu kommt die VaporKrar 4L Ultra-Light Race Vest von Nathan. Diese ist in Zusammenarbeit mit Rob Krar entstanden und sieht auch sehr spannend aus. Sie bietet 4 Liter Platz und hat in der Front die Flasks untergebracht. Das Gewicht liegt bei 295 Gramm. Gefertigt ist der Rucksack aus besonders atmungsaktivem Material.

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